Sonntag, 29. Juni 2025
Tag 3 bei MASH
Kurz gesagt: Es war ein MASH-Sonntag nach Maß, voller Spannung und Spaß! Nochmals 36.000 Fans strömten heute in den Olympiapark – so konnte sich Münchens größtes Actionsport-Festival am Ende über 81.000 Besucherinnen und Besucher freuen. Auf dem Programm am dritten MASH-Tag standen drei hochkarätige Finals und natürlich das MASH Fest mit jeder Menge Angeboten zum Zuschauen und Mitmachen.
Es war ein furioses Finale, das die Skateboarderinnen am Sonntag zeigten: Auf erstklassiges Skating mussten die Fans auch nicht lange warten, denn schon im ersten Run lieferten die sechs Athletinnen ab. Die Spanierin Naia Laso, Zweite der Weltrangliste, setzte gleich einmal mit einem hervorragenden ersten Run und 86 Punkten nicht nur ein Ausrufezeichen, sondern sicherte sich mit diesem Lauf auch die Goldmedaille des MASH-Contests. Mit 82 Punkten wurde die Britin Lola Tambling wie schon 2023 Zweite. Sowohl Naia als auch Lola zeigten Skateboarding vom Feinsten. Um Platz zwei und drei battelten sich Brasilianerin Yndiara Asp und Julia Benedetti (ESP) mit dem besseren Ausgang für die Spanierin, die mit einem Score von 78 Punkten sich den dritten Rang erkämpfte. Yndiara Asp wurde Vierte, die Italienerin Lucrezia Zarattini und Alisa Fessl aus Österreich belegten Rang fünf bzw. sechs.
Was für ein Finale! Die BMX-Rider haben beim letzten Contest-Lauf nochmal alles rausgehauen, und es blieb bis zum allerletzten Trick richtig spannend. Erst im dritten Run, also mit seinem allerletzten Versuch, schnappte sich der US-Amerikaner Jacob Thiem mit 89,33 Punkten ganz knapp vor seinem Landsmann Nick Bruce, der 89,00 Punkte holte, den Sieg. Dabei lief sein erster Lauf noch nicht wirklich rund, der zweite war schon deutlich besser, aber im dritten setzte Jacob alles auf eine Karte. Mit einer fetten Trick-Combo brachte er das Set-up zum Beben und überzeugte die Judges mit der höchsten Wertung des Tages. Lange sah es so aus, als würde Nick Bruce, der 2024 schon Zweiter war, diesmal ganz oben stehen. Seine Banger-Tricks machten ihm gute Chancen. Doch am Ende kam es anders. Der Kroate Marin Rantes sorgte für eine weitere Überraschung. In seinem letzten Run schob er sich noch am Briten Tom Justice vorbei, dem „Trickmonster“ und Vorjahressieger, und holte sich Bronze. Dean Florian aus Remscheid zeigte eine konstant starke Leistung und landete auf einem respektablen sechsten Platz. Der Dresdner Sikharin Supanmart sorgte dann nochmal für einen echten Show-Moment. In seinem letzten Lauf ging er so hoch und weit in die Luft, dass er samt Bike im Olympiasee landete. Das Publikum auf den Rasenstufen feierte die Aktion natürlich ordentlich. Sasha Cambon aus Frankreich fuhr auf Platz sieben.
Schon im Vorfeld des Finales stellte sich die Frage, wer von den Stuckey-Brüdern wohl in diesem Jahr das Finale der Wakeboarder gewinnen würde und von den Fans, die den Olympiasee zu Tausenden säumten, als Sieger gefeiert wird. Die Antwort gab es am frühen Sonntagabend. Im Gegensatz zu 2024 war es diesmal Trent, der den Contest mit 89 Punkten für sich entschied. Dicht gefolgt von seinem jüngeren Bruder Gavin mit einem Score von 87 Punkten. Aber der Siegeszug der Stuckeys war bei diesem hochspannenden und erstklassig besetzten Finale nicht ausgemacht. So riskierte zum Beispiel der Brite Joe Battleday in seinem letzten Lauf alles und sicherte sich mit einem Trick, den er zuvor noch nie gestanden hatte, und 86 Punkten Platz drei. Vierter wurde Liam Peacock (GBR) und Sechster der junge Australier Benny Heatley, der heuer seine MASH-Premiere feierte. Max Milde, einziger Deutscher im Finale, schaffte es trotz zweier Stürze auf Platz fünf.