Samstag, 27. Juni 2026
Tag 2 bei MASH
Als erste Entscheidung am zweiten MASH-Tag stand das Final der Wakeboarderinnen auf dem Programm. Und was die sechs Starterinnen am unteren Olympiasee zeigten, war absolut eindrucksvoll. Der Ausgang des Contests war allerdings eindeutig: Rivers Hedrick, die 2025 in den USA als erste Frau zum Rider of the Year gekürt wurde und schon 2024 bei MASH gewann, sicherte sich mit ihrem souveränen zweiten Run mit großem Abstand den Sieg. An den Score von 85,33 reichte keine der Konkurrentinnen mehr heran. Dieser Sieg machte MASH 2026 für die 19-Jährige perfekt, denn am Vortag hatte die Amerikanerin bereits den Best Trick gewonnen. Zweite des Frauen-Finals wurde die 18-jährige Vorjahresdritte Campell Scarborough (USA) mit 73, 00 Punkten, dicht gefolgt von der Italienerin Claudia Pagnini (72,33 Punkten), die bei MASH 2025 das Wakeboard Final der Frauen für sich entschieden hatte. Platz vier bis sechs belegten die erst 16-jährige Nanou Lenaers (BEL), Katinka Buiting (NED) und die Kölnerin Joelina Gerards.
Was für ein Comeback bei MASH: Im zweiten Final des Tages zeigten die MTB-Rider, die zuletzt 2016 im Olympiapark dabei waren, einen grandiosen, actiongeladenen Contest. Nicht nur die Zuschauer:innen an der 80 Meter langen Jump Line auf dem Hans-Jochen-Vogel-Platz waren von den risikofreudigen Tricks, der Airtime und dem außerordentlichen Können der Athleten beeindruckt, sondern auch die Judges. Den Sieg sicherte sich mit einem technisch großartigen dritten Run und 91,66 Punkten der Schwede Alex Alanko. Der Score von 87,33 aus seinem ersten Run reichte dem Deutschen Erik Fedko für den zweiten Podiumsplatz. Der 18-jährige Lennox Zimmermann, der schon mit 11 Jahren damals noch auf dem BMX-Bike das Münchner Publikum begeisterte, holte als jüngster Starter mit 81,00 Punkten den dritten Platz des MTB Contests. Przemek Abramowicz (POL), Bernd Winkler (AUT) und Marlon Katzke belegten die Plätze vier bis sechs. Tobey Miley (GER), konnte nicht zum Final antreten, er hatte sich beim Training verletzt.
Beim Final des Skateboard Contest auf der Vert am Olympiasee war sie zu sehen, die neue Generation des Skateboarding. In ihren drei 30-sekündigen Runs zeigten die elf Skater den Fans auf den Rasenstufen spektakuläre Tricks und hohes technisches Können. Mit seinem zweiten Run, der an Schwierigkeit, Höhe, Abwechslung und Energie von keinem an diesem Tag getoppt werden konnte, holte sich der 22-jährige Italiener Alessandro Mazzara mit 88,30 Punkten die Goldmedaille. Collin Graham (29 J.) hatte schon in seinem ersten Run mit 85,73 Punkten ein Ausrufzeichen gesetzt und führte damit lange das Scoring an. Aber bei den zwei folgenden Durchgängen lief es dann nicht mehr wirklich gut für den Amerikaner und er belegte letztendlich den zweiten Platz. Dritter wurde der 18-jährige Viktor Solmunde aus Dänemark mit knappen Abstand. Nach einem schon gelungen ersten Run, legte er im zweiten noch mal einen drauf und erntete von den Judges 84,41 Punkte, die für den dritten Platz reichten. Der mit 12 Jahren mit Abstand jüngste Skater im Feld, Ollie Westendrop aus den Niederlanden, der bei der MASH Vert Jam am Freitag eine der beiden Wildcards gewonnen hatte, belegte den beachtlichen 7. Platz. Der zweite Wildcard-Gewinner und einzige Deutsche im Final des Skateboard Contest, Vert-Legende Jürgen Horrvarth, wurde Neunter.